Die Wirtschaftsprüfung in der Tagespresse
Als kritischer Begleiter unseres Berufsstands entwickelte sich in jüngster Zeit das Handelsblatt.
Am 16. Juni nahm das Handelsblatt die Bekanntgabe der Eröffnung einer formellen Untersuchung gegen die britische Ernst & Young wegen der uneingeschränkten Testierung der Repo-Bilanzierung bei Lehmann zum Anlass, den WP-Beruf der Big4 zu beleuchten.
Studieren Sie selbst die Ausreden von Vertretern der Big4.
Am gleichen Tag bekamen die Big4 und das IDW vom HB ein großes Forum, um von den Mängel der Big4-Wirtschaftsprüfung abzulenken. Wir nennen diese Methode im neuen WP Magazin 2010:
Mängelbeschäftigung statt Mängelbeseitigung.
Ernst & Young schlägt im HB vor, mit dem Aufsichtsrat enger zusammenarbeiten. Bereits in Tz 1 des PS 450 steht doch, dass der Prüfungsbericht die Aufsichtsorgane so informieren soll, dass die Damen und Herren des Aufsichtsrats auch die Überwachung des Vorstands unbehindert vom Nichtswissen vornehmen können (Redepflicht)
KPMG versucht mit der Erwartungslücke zu punkten. Ob damit vielleicht doch nur eine "Erwartungslüge" gemeint ist. Bei Anwendung der IDW Prüfungsstandards gibt es keine Erwartungslücken.
Das IDW verweist auf sein 8-seitiges Werk vom Februar 2009. Schon damals gab uns das IDW die Lösung für die Zukunft mit auf den Weg. Schön, dass es darin auch das IFRS hinterfragte und meinte, dass die Abwertung der Schulden in der Krise nach den Vorgaben des Fair Value wohl doch überdenkenswert sei.
Ernst & Young kann man alle Vorschläge nicht nehmen. Es sieht eher nach Ablenkung von seiner Verantwortung aus. WP_UND_AR
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