Liebe Leserin, Lieber Leser,

ab 2006 reformierte Dirk Hildebrandt bundesweit mit PR1MUS die deutsche WP-Fortbildungslandschaft. Auch die Berufspolitik kam dabei immer pointiert zu Wort. wp.net und seine Mitglieder haben sehr von PR1MUS profitiert und das tun sie auch unter PR1MUS 2.0. 

 

Ende 2021 tritt Dirk Hildebrandt nach 15 Jahren von der WP-Fortbildungsbühne ab. Einfach an einen Wettbewerber zu verkaufen, kamen Dirk und Christine Hildebrandt nicht in den Sinn. Sondern es war Ihnen eine Herzensangelegenheit, dass mit PR1MUS auch in Zukunft die mittelständische Wirtschaftsprüfung ihre unabhängige Stimme behält. Mark Schüttler hat das Rüstzeug, PR1MUS 2.0. erfolgreich und zum Nutzen der mittelständischen Wirtschaftsprüfung in die Zukunft zu führen. Er hat Seminarerfahrung, die fachliche Kompetenz, und er brennt für PR1MUS 2.0. Darüber hinaus ist er seit letzer Woche auch Mitglied im ehrenamtlichen Vorstand von wp.net. 

 

Mark Schüttler wird sich uns in einem Online-Meeting vorstellen. Was bleibt, was ändert sich? Aus wie vielen Themen besteht ein Quartalsnachmittag? Was werden seine ersten Fortbildungsthemen sein? Mit dabei sein wird auch Dirk Hildebrandt sein.

 

Wir laden Sie ein, sich in einer Woche, am Montag, 29. November ab 16 Uhr, für eine Stunde bei GoToMeeting einzuwählen. Der Zugang zu GoToMeeting erfolgt über die 

Anmeldung unter:  https://www.gotomeet.me/wpnet

Geben Sie dann den Zugangscode 770-380-317 ein.

Mark Schüttler, Dirk Hildebrandt und Michael Gschrei freuen sich auf Ihre Zuschaltung. 

 

Hier noch ein Blick in die personelle Zusammensetzung der neuen Bundesregierung.

 

Weitere Einblicke in die Big Four Qualität in Großbritannien

Die Financial Times (FT) lässt uns fast täglich teilhaben an der schwieriger gewordenen Big4-Prüferwelt. Hilfreich ist dabei die britische Transparenz im Mängelberichtswesen. Es ist anscheinend auch Teil der Qualitätssicherung auf der Insel.

 

Unter dem Titel: „Britische Aufsichtsbehörde für Prüfungswesen fordert Big Four auf, ihre Unternehmen besser zu führen“ wird den britischen Big4-Prüfern der Spiegel vorgehalten.

 

Nach den neuesten FRC-Inspektionsergebnissen wurden bei den sieben führenden britischen WPGs 30% der Prüfungen als verbesserungsbedürftig eingestuft. 

 

Bei den deutschen Big4&Friends sind solche Mängelquoten jenseits unserer Vorstellungs-kraft. Dies auch Dank der gründlichen Geheimhaltung wegen des deutschen "Rechts-Grundsatzes" eines "Prangerverbots“.

 

In den letzten drei Jahren mussten die Big4 für Ihre Mängelprüfungen 42 Mio. Pfund an Strafen an die Behörde abführen. Wie schön haben es da die deutschen Big4-Prüfer? Im Vergleich dazu sind die deutschen Bußgelder "Taschengeld" für die Big4. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Deuschland das Unternehmensstrafrecht bei den WPGs praktisch nicht kennt.

 

Der FRC-Chef Sir Jon Thompson konfrontiert die großen Wirtschaftsprüfer mit ihrem eigenen Anspruch: „Einerseits werden die Big4 nicht müde für Ihren Mandanten Ratschläge zur besseren Unternehmensführung teuer zu verkaufen, andererseits führen sie ihr eigenes Haus aber nicht besonders gut".

 

Deswegen wird künftig die britische Aufsicht proaktiv vorgehen und den Prüfern von Big4&Friends mitteilen, was sie besser machen müssen. Dies bedeutet wohl: Die FRC möchte eine Verbesserungsbehörde werden. Die FRC will Hinweise veröffentlichen, wie Big4&Friends eine gute Prüfung machen können und wie man die Prüfungspraxis selbst qualitativ hochwertig führt.

 

Mit Leitlinien will die FRC auch den kleineren WP-Praxen helfen. Sie sollen von der Aufsichtsbehörde erfahren, was man von ihnen in den Bereichen wie Kultur, Unternehmensführung, Führung und Fortbildung erwartet. 

 

Wenn Sie mehr zur britischen „Verbesserungsbehörde“ erfahren möchten, dann müssen Sie sich den ganzen FT-Artikel „Britische Aufsichtsbehörde für Prüfungswesen fordert Big Four auf, ihre Unternehmen besser zu führen“ herunterladen. 

Big4 droht Ungemach. Big4-Wettbewerber holen sich Big4-Partner und (ihre) Aufträge

Insurgents take on the scandalhit Big Four (Aufmüpfige und Ex-Partner nehmen es mit den skandalgeplagten Big-Four auf).

 

Das Riesenwachstum der Big4 seit 10 Jahren zieht Wettbewerber an. Nicht im Fokus: Diese werben Big4-Partner und -Mandate ab. "Wir stehlen ihnen nicht so sehr das Mittagessen, sondern vielmehr das Essen aus ihrem Schrank, das wir haben wollen", wird ein Wettbewerber zitiert, der seit 2017 mehr als 50 Senior-Berater von den Big4 eingestellt hat. Großes Mitleid mit den Big4 bekommt man beim Lesen des Artikels aber nicht.

Wir werden die Berichterstattung über die Wirtschaftsprüfung auf der Insel weiter fortsetzen.

 

Für heute verbleibe ich mit freundlichen kollegialen Grüßen
Ihr Michael Gschrei