Bewertung und Berichterstattung bei KMU

Die Bewertung von KMU nach den Hinweisen für die Bewertung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die wp.net e.V. im Rahmen des Arbeitskreises Unternehmensbewertung erarbeitet hat, insbesondere die Berichterstattung darüber, ist Gegenstand des Seminars.

Vor dem Hintergrund vielfach offener Nachfolgeregelungen und steigenden steuerlichen Anforderungen, wird dies in der Praxis immer wichtiger. Der wachsenden Bedeutung stehen aber bisher keine typisierenden Vorgehensweisen bei der Bewertung gegenüber. Der IDW S1 ist für die Bewertung kapitalmarktorientierter Unternehmen und Großunternehmen konzipiert und für die UB bei KMU nicht geeignet. Durch das Fehlen verlässlicher Vergangenheitswerte und valide Planzahlen weisen auch quantitative Modelle Schwächen auf.

Besondere Beachtung muss auch dem Bereich der Steuern geschenkt werden. Da die KMU in den meisten Fällen inhabergeführt sind, stellt die Bewertung und die steuerlichen Folgen an vielen Stellen noch einmal eine besondere Herausforderung dar.

Dr. Dr. h.c. Thomas Weckerle, Vorsitzender des wp.net Arbeitskreises Unternehmensbewertung, führt Sie anhand von Theorie und Praxis (Fallbeispielen) sicher in die Unternehmensbewertung ein. Der im Rahmen diese Arbeitskreises erarbeitete Hinweis mit Lösungen zur Berücksichtigung der Besonderheiten bei der Bewertung von KMU wird ausführlich erläutert.

Vorläufiges Inhaltsverzeichnis des Seminars

I. Einführung und Überblick

1. Grundlagen der Unternehmensbewertung nach dem wp.net Hinweis 2018

2. KMU-spezifische Aspekte der Unternehmensbewertung

II. Vorgehensweise bei einer Unternehmensbewertung

3. Bestimmung der zu diskontierenden Überschüsse

3.1. Fragen zur validen Planungsrechnung
3.2. Berücksichtigung von Steuern
3.3. Entnahmefähigkeit der Überschüsse

4. Bestimmung des Kapitalisierungszinssatzes

4.1. Komponenten des Zinssatzes
4.2. Basiszinssatz
4.3. Zuschlag für das allgemeine unternehmerische Risiko
4.4. Individuelles unternehmerisches Risiko
4.5. Berücksichtigung mangelnder Fungibilität
4.6. Zusammenfassung der Zuschläge

5. Eigenkapitalausstattung

6. Nicht-betriebsnotwendiges Vermögen

7. Verplausibilisierung des berechneten Wertes

8. Anteilsbewertung

9. Bewertung von Tochterunternehmen und Niederlassungen

III. Erstellung eines Bewertungsgutachtens

IV. Fallbeispiele

V. Diskussion und Fragen der Teilnehmer