Öffnet die WPK den WP-Beruf für Private Equity?
Kategorie: Aktuelles
Datum: 10.04.2026

Der WPK-Vorstand befasst sich zunehmend mit der Öffnung des WP-Marktes für Finanzinvestoren. Bereits heute nutzen große WP-Praxen mittelbare Beteiligungsstrukturen über EU-Abschlussprüfungsgesellschaften, wodurch zunehmend die Gefahr besteht, dass das bestehende Fremdbesitzverbot sowie die Einhaltung der Berufsgrundsätze schrittweise an Wirkung verlieren. Parallel verschärft der Einsatz kapitalintensiver KI-Lösungen die Wettbewerbsunterschiede: Große Praxen profitieren von Investorenkapital, der Mittelstand gerät ins Hintertreffen.

Diese Entwicklung droht den WP-Markt nachhaltig zu verschieben. Es geht nicht mehr nur um Wettbewerb, sondern um strukturelle Vorteile für kapitalkräftige Einheiten. Eine weitere Aufweichung der gesetzlichen Rahmenbedingungen würde diese Tendenz verstärken und den mittelständischen Berufsstand gezielt benachteiligen.

Die Konsequenz ist klar: Wer Unabhängigkeit, unternehmerische Selbstbestimmung und eine ausgewogene Marktstruktur erhalten will, muss jetzt handeln.

Die Beiratswahl im Juni 2026 entscheidet darüber, ob der Mittelstand im WP-Beruf eine Zukunft hat. Mark Schüttler hat uns dazu seine deutliche Meinung übermittelt. Lesen Sie dazu den Hauptteil.

 

Ich grüße Sie herzlich
Ihre Andrea Frei, WPin/StBin
Kandidatin bei den Beiratswahlen 2026





wp.weekly

 

 

In der Vorstandssitzung am 19.3.2026 diskutierte der WPK-Vorstand über Private-Equity-Beteiligungen an WP-Praxen. Tatsächlich beteiligen sich schon heute erste Finanzinvestoren an großen WP-Praxen. Das erstaunt: Gibt es nicht ein Fremdbesitzverbot? Dieses greift aber nicht bei mittelbarer Beteiligung. Doch genau dieses Schutzinstrument soll wohl nach dem Willen der WPK weiter ausgehöhlt werden. Wieder einmal macht die WPK-Politik für die Großen – nicht für den Mittelstand.

Quelle: WPK, Bericht über die WPK-Vorstandssitzung vom 19.3.2026

 

KI wird die Wirtschaftsprüfung revolutionieren. Aber der Berufsstand ist zweigeteilt: Die großen WP-Praxen entwickeln längst individuelle KI-Lösungen. Dagegen wartet der WP-Mittelstand noch auf standardisierte KI-Lösungen.

Die individuellen KI-Lösungen kosten die großen WP-Praxen zwar viel Geld. Doch da kommen Finanzinvestoren ins Spiel: Sie liefern Geld gegen Rendite.

 

Finanzinvestoren interessieren sich nicht für kleine WP-Praxen – und der WPK-Vorstand auch nicht. So werden die Finanzinvestoren die Marktbereinigung weiter vorantreiben. Wer ist im Vorteil: die große WP-Praxis, die frühzeitig individuelle KI-Lösungen nutzt und dank des Investors viel Geld im Rücken hat, oder die kleine WP-Praxis, die auf standardisierte KI-Lösungen warten muss? Kleine Praxen geraten unter Druck, während große Praxen wachsen.

 

Wenn sich der Beste am Markt durchsetzt, ist das Marktwirtschaft. Wenn aber der Rechtsrahmen zugunsten der großen WP-Praxen und zulasten der kleinen WP-Praxen geändert wird, ist das eine planvolle Begünstigung der Großen auf Kosten des Mittelstands. Genau das droht, wenn das Fremdbesitzverbot ausgehöhlt und Finanzinvestoren noch leichter Zugang zu WP-Praxen erhalten. Das dürfen wir nicht zulassen!

 

Wer seine Praxis selbst bestimmen, die fachliche Arbeit behalten und nicht zum Renditeobjekt werden will, darf jetzt nicht abwarten. Es geht um die Kontrolle über die eigene Praxis, um die Wahrung der Unabhängigkeit und um die Sicherung eines Wirtschaftsprüfermarktes, in dem kleine und mittelständische Praxen eine Perspektive haben. Wählen Sie bei der Beiratswahl im Juni 2026 die beiden einzigen mittelstandsfreundlichen Listen:

  • WP/StB Mark Schüttler
  • vBP/StB Elfriede Litzlbeck

 

Es grüßt Sie herzlich, Ihr
Mark Schüttler, WP/StB
wp.net-Listenführer
bei den Beiratswahlen 2026

 


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Bildnachweis: Stock-Illustration: wan wei/Shutterstock

Mark Schüttler
Author: Mark Schüttler

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