IDW als graue Eminenz der WPK?
Kollege Mark Schüttler erhielt aus dem Berufsstand Hinweise auf eine frühzeitige, exklusive Vor-Abstimmung zwischen IDW und WPK im Zusammenhang mit der Neufassung eines Hinweises zur Qualitätskontrolle.
Nach diesen Informationen beschloss die Kommission für Qualitätskontrolle in ihrer 187. Sitzung am 24. März 2025, den Entwurf vertraulich, ausschließlich und vorab ans IDW zu übermitteln – verbunden mit der ausdrücklichen Bitte um Stellungnahme.
wp-net wurden dagegen vorerst bewusst nicht eingebunden.
Damit stellt sich die Frage:
Warum gewährt die WPK dem IDW vertraulich vorab exklusiven Zugang zu berufsrechtlich relevanten Entwürfen, während wp-net erst ein Jahr später einbezogen wird?
Es geht nicht um fachlichen Austausch. Es geht um Transparenz, Gleichbehandlung und Fairness im Berufsstand.
Der folgende Newsletter dokumentiert den Vorgang und zieht die notwendigen Schlüsse.
Es grüßt Sie
Dr. Richard Wittsiepe, WP/StB
wp-net-Kandidat bei der Beiratswahl 2026

WPK begünstigt IDW und verarscht wp-net
Wenn der WPK die Kontrolle fehlt!
Wenn Sie bei der Überschrift gedacht haben: „Altbekannt.“
Dann irren Sie.
Was hier offengelegt wird, geht deutlich über das bislang Vermutete hinaus.
Das ist keine WPK-Nachlässigkeit.
Das ist verbotene Parteinahme der WPK zugunsten des IDW.
Neutralitätspflicht – bewusst missachtet
Die WPK ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie vertritt den gesamten Berufsstand. Sie darf niemanden benachteiligen oder bevorzugen. Genau diese Pflicht hat sie bewusst und in Kenntnis der Folgen verletzt.
Es geht um den neuen Hinweis der Kommission für Qualitätskontrolle (KfQK) „Durchführung und Dokumentation der Qualitätskontrolle“.
Vertraulicher Austausch mit dem IDW
In ihrer 187. Sitzung am 24. März 2025 beschloss die KfQK:
- den Entwurf vertraulich
- ausschließlich
- und vorab ans IDW zu übermitteln.
Noch am selben Tag. Mit der ausdrücklichen Bitte um Stellungnahme.

Vertraulich = exklusiv
Vertraulich – das heißt:
- geheim,
- intransparent und
- nicht gleichberechtigt.
Vor allem aber: nicht gegenüber allen Berufsorganisationen.
So erhielt das IDW einen exklusiven Einflusskanal auf berufsrechtliche Vorgaben. Der WP-Mittelstand nicht.
wp-net: ein Jahr später
Erst am 16. Februar 2026 – fast ein Jahr später – schrieb die WPK auch wp-net an.
Während das IDW ein ganzes Jahr lang seine Wünsche im Hinweis unterbringen durfte, darf sich wp-net innerhalb einer Ausschlussfrist von sechs Wochen dazu äußern.
Das ist kein fachlicher Dialog, das ist privilegierter Zugang für das IDW.
Das IDW durfte gestalten, wp-net darf abnicken oder schweigen.
wp-net reagiert
Diesen Gefallen werden wir von wp-net der WPK nicht tun.
Sondern wir haben kurzfristig eine Arbeitsgruppe gebildet. Unsere Position ist klar:
Wir lehnen alle geplanten WP-mittelstandsfeindlichen Verschärfungen entschieden ab. Den großen Prüfungsgesellschafen wird noch mehr Skalierung gewährt, den KMU-Prüfern wird sie genommen. Geht’s noch?
Ein unfreiwilliges Wahlgeschenk
Wir freuen uns über dieses Geschenk der Kommission für Qualitätskontrolle mitten im Kampf um die Beiratswahl an wp-net. Es wird uns einige tausend zusätzliche Stimmen einbringen:
Wen die Wirtschaftsprüferkammer so offensichtlich verarscht, der wählt bei der anstehenden Beiratswahl die beiden einzigen mittelstandsfreundlichen Listen:
- WP/StB Mark Schüttler und
- vBP/StB Elfriede Litzlbeck.
Fortsetzung folgt!
Es grüßt Sie herzlich
Mark Schüttler, WP/StB
WP-Listenführer für wp-net
bei den Beiratswahlen 2026
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Bildnachweis: Stock-Illustration: SmoothGoodies/Shutterstock
